Ab wann ist man reich? Die Schwellen für Deutschland
„Reich“ ist kein Gefühl, sondern eine Position: Wie viele Menschen haben weniger als du? Dafür gibt es Daten. Und die sagen etwas anderes, als die meisten schätzen.
Die Schwellen auf einen Blick
Alle Zahlen gelten pro Erwachsenem, nicht pro Haushalt, und meinen das Nettovermögen: alles, was man besitzt, minus alles, was man schuldet — Immobilien und Firmenanteile eingeschlossen.
| Du gehörst zu den oberen … | ab etwa |
|---|---|
| 50 % (Median) | 110.000 € |
| 25 % | 333.000 € |
| 10 % | 666.000 € |
| 5 % | 1 Mio. € |
| 1 % | 2,54 Mio. € |
| 0,1 % | 10,8 Mio. € |
Die Million ist häufiger, als man denkt
Rund 3,5 Millionen Erwachsene in Deutschland besitzen mehr als eine Million Euro — das sind etwa 5,1 % aller Erwachsenen. Der Grund ist selten ein Depot, sondern fast immer eine abbezahlte Immobilie in einer Stadt, deren Preise sich in zwanzig Jahren verdoppelt haben.
Warum sich das trotzdem nicht reich anfühlt
Weil Vermögen nach oben nicht gleichmäßig wächst, sondern explodiert. Von der oberen Hälfte zu den oberen 10 % braucht es das Sechsfache. Von dort zum obersten Prozent noch einmal knapp das Vierfache. Wer bei 666.000 € steht, sieht über sich Menschen mit 2,54 Mio. € — und fühlt sich wie Mittelschicht, obwohl neun von zehn hinter ihm stehen.
Genau deshalb lohnt der Blick auf die eigene Position statt auf die der anderen: Sie bewegt sich. Langsam, aber messbar — Monat für Monat.
Quelle: WID.world 2023 (thwealj992, Nettovermögen pro Erwachsenem, equal-split; Albers/Bartels/Schularick). Alle Beträge pro Erwachsenem, auf drei Stellen gerundet. Keine Anlageberatung.
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