Wie viel verdient man in den oberen 10 %?
Zu den oberen 10 % der Einkommen in Deutschland gehört man ab 95.114 € vor Steuern im Jahr — rund 7.926 € im Monat. Das ist das 2,5-Fache des Medians.
Hundert Erwachsene in Deutschland, nach Einkommen sortiert
Höhe logarithmisch · Gold: die oberen 10 %
| Schwelle | im Jahr | im Monat (÷ 12) | Erwachsene darüber |
|---|---|---|---|
| untere 10 % bis | 5.000 € | 417 € | — |
| unteres Viertel bis | 18.000 € | 1.500 € | — |
| Median | 38.380 € | 3.198 € | 34 Millionen |
| obere 25 % ab | 58.000 € | 4.833 € | 17 Millionen |
| obere 10 % ab | 95.114 € | 7.926 € | 6,8 Millionen |
| obere 5 % ab | 140.000 € | 11.667 € | 3,4 Millionen |
| oberstes 1 % ab | 287.252 € | 23.938 € | 680.000 |
| oberste 0,1 % ab | 940.461 € | 78.372 € | 68.000 |
Die Schwelle und was darüber liegt
Die oberen 10 % beginnen bei 95.114 € Einkommen vor Steuern im Jahr, das sind 7.926 € im Monat. Das ist das 2,5-Fache des Medians (38.380 €). Innerhalb der oberen 10 % geht es steil weiter: Die oberen 5 % beginnen bei 140.000 €, das oberste Prozent bei 287.252 € — das 3,0-Fache der Schwelle zu den oberen 10 %.
Rund 6,8 Millionen Erwachsene gehören dazu. Weil alle Erwachsenen zählen, auch die ohne eigenes Einkommen, ist die Schwelle niedriger als bei einem Vergleich nur unter Vollzeitbeschäftigten.
Oben beim Einkommen heißt nicht oben beim Vermögen
Wer zu den oberen 10 % der Einkommen gehört, hat damit noch keinen Platz in den oberen 10 % der Vermögen: Dafür braucht es 666.000 € Nettovermögen. Bei einem Einkommen von 95.114 € wäre das das 7,0-Fache eines Jahreseinkommens vor Steuern. Vermögen entsteht aus dem Teil des Einkommens, der übrig bleibt — über Jahre.
Umgekehrt stehen viele mit großem Vermögen beim Einkommen nicht ganz oben, etwa im Ruhestand. Die beiden Ranglisten messen verschiedene Dinge, und beide zu kennen, erklärt mehr als eine.
Was die Schwelle verschiebt
Wie eng es direkt unter der Schwelle zugeht, zeigt der Abstand zur Mitte: Zwischen dem oberen Viertel (58.000 €) und den oberen 10 % liegen 37.114 € im Jahr. Wer im oberen Viertel steht, ist also näher an den oberen 10 %, als es sich anfühlt — und wer knapp darüber liegt, hat noch einen weiten Weg bis zum obersten Prozent.
Die Werte gelten pro Erwachsenem. Ein Paar mit einem Verdiener und einem Einkommen von 190.228 € zählt als zwei Erwachsene — einer mit 190.228 €, einer mit null —, nicht als zwei mit je 95.114 €. Wie Einkommen innerhalb eines Haushalts verteilt wird, ändert also den Platz jedes Einzelnen.
Was dieses Einkommen ist
Gemessen wird das Einkommen vor Steuern pro Erwachsenem (WID.world, „Pretax“, gegengeprüft mit Destatis). Alle Erwachsenen zählen mit — auch wer nicht erwerbstätig ist, in Rente, im Studium oder in Teilzeit. Deshalb liegen die Schwellen unter dem, was Vollzeitbeschäftigte verdienen, und deshalb ist der Vergleich mit dem eigenen Bruttogehalt ein Vergleich mit allen, nicht nur mit Berufstätigen. Die App fragt dafür nach dem Brutto-Jahreseinkommen.
Steuern und Sozialabgaben sind nicht abgezogen. Wie viel davon netto bleibt, hängt von Steuerklasse, Kindern und Versicherung ab — deshalb nennt diese Seite bewusst keinen Nettowert. Die Zahlen sind eine Einordnung, keine Gehaltsstatistik nach Beruf oder Branche. Zwischen den Stützpunkten wird wie beim Vermögen log-linear interpoliert; Methodik & Daten.
Quelle: WID.world, Datenstand 2023; Nettovermögen pro Erwachsenem, auf drei Stellen gerundet. Wie gerechnet wird: Methodik & Daten. Keine Anlageberatung.
Kurz gefragt
Wie viel verdient man in den oberen 10 %?
Mindestens 95.114 € vor Steuern im Jahr, rund 7.926 € im Monat — pro Erwachsenem, alle Erwachsenen gezählt.
Wie viele Menschen gehören zu den oberen 10 % der Einkommen?
Rund 6,8 Millionen Erwachsene in Deutschland.
Ab wann gehört man zu den oberen 5 %?
Ab 140.000 € im Jahr vor Steuern.